Ergänzende Bedingungen zu den AGB der STRYKE Marketing UG (haftungsbeschränkt)
Stand: 13.08.2026
§ 1 Anwendungsbereich
1.1 Diese Nutzungsbedingungen regeln die Nutzung des Campaign Link Trackers als optionale Funktion der STRYKE Hub Plattform. Sie ergänzen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der STRYKE Marketing UG (haftungsbeschränkt) — insbesondere Ziffer 2.8 — sowie den zwischen den Parteien abgeschlossenen Vertrag über die Auftragsverarbeitung personenbezogener Daten (AVV).
1.2 Bei Widersprüchen zwischen diesen Nutzungsbedingungen, den AGB und dem AVV haben die Regelungen des AVV in datenschutzrechtlichen Fragen und die Regelungen dieser Nutzungsbedingungen in funktionalen Fragen Vorrang.
1.3 Die Nutzung des Campaign Link Trackers setzt einen bestehenden Hauptvertrag zur Nutzung des STRYKE Hub voraus. Die Aktivierung der Funktion erfolgt durch den Kunden im STRYKE Hub Konto.
§ 2 Leistungsumfang
2.1 Der Campaign Link Tracker ermöglicht dem Kunden:
- die Anlage und Verwaltung von Kampagnen unter einem frei wählbaren Kampagnen-Slug,
- die Erstellung beliebig vieler personalisierter Tracking-Links je Kampagne (z. B. ein Link je Influencer, je Werbepartner oder je Kanal),
- die automatische Weiterleitung (HTTP 302) eines Besuchers, der einen Tracking-Link aufruft, auf die vom Kunden definierte Zieladresse (Destination-URL),
- die Erfassung aggregierter Klick- und Conversion-Statistiken je Link,
- die Auswertung von Statistiken in einem Dashboard (Kurven über Zeit, Bar-Charts, Geräte-Verteilung, Länder-Verteilung),
- die Einladung externer Personen als Viewer mit reinem Lesezugriff auf Statistiken ausgewählter Kampagnen (§ 6),
- optional die Nutzung eigener Subdomains für Tracking-Links (White-Label-Tracking, § 5).
2.2 Conversion-Events können über einen HTTPS-Webhook an den Campaign Link Tracker gemeldet werden. Der Kunde ist verantwortlich für die rechtmäßige Einrichtung und Absicherung dieses Webhooks in seinen eigenen Systemen.
2.3 Technische Abwicklung der Weiterleitung. Die Auslieferung der Tracking-Links erfolgt über die Infrastruktur von STRYKE und ihrer Unterauftragsverarbeiter. STRYKE ist berechtigt, der Weiterleitung Reverse-Proxy-, Load-Balancer- oder Content-Delivery-Ebenen vorzuschalten und technische Zuordnungsdaten (insbesondere die Zuordnung eines Hostnamens zum Konto des Kunden) für kurze Zeiträume zwischenzuspeichern, soweit dies der Erreichbarkeit, der Lastverteilung oder der Abwehr von Missbrauch dient. Die Weiterleitung selbst erfolgt mit dem Statuscode HTTP 302, damit zwischengeschaltete Systeme die Zieladresse nicht dauerhaft festhalten; eine Änderung der Zieladresse durch den Kunden wirkt für künftige Aufrufe. Auf das Zwischenspeicherungsverhalten von Systemen Dritter (Browser, E-Mail-Clients, Sicherheits-Scanner der Empfängerseite) hat STRYKE keinen Einfluss.
2.4 Der Campaign Link Tracker ist kein allgemeines Webanalyse-Werkzeug (z. B. kein Ersatz für Google Analytics, Plausible, Matomo). Er misst ausschließlich Klicks auf die vom Kunden generierten Tracking-Links sowie Conversions, die der Kunde selbst über den Webhook meldet.
§ 3 Datenschutz-Zusicherungen
3.1 Der Campaign Link Tracker ist so konzipiert, dass er ohne Einwilligung der Besucher der Tracking-Links betrieben werden kann, solange die unten beschriebenen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Dies setzt insbesondere voraus:
3.1.1 Keine Cookies. Der Campaign Link Tracker setzt bei Besuchern der Tracking-Links keine Cookies, weder First-Party noch Third-Party. Es werden auch keine anderen Zugriffe auf den Endgerätespeicher des Besuchers im Sinne von § 25 Abs. 1 TDDDG vorgenommen.
3.1.2 Kein Fingerprinting. Der Campaign Link Tracker verwendet keine Techniken zur eindeutigen Wiedererkennung von Endgeräten oder Browsern (kein Canvas-, WebGL-, Audio- oder Schriftarten-Fingerprinting, keine Kombination von Browser-Merkmalen zu einem Quasi-Identifikator).
3.1.3 Keine Drittanbieter-Tracker. Der Campaign Link Tracker bindet in den Weiterleitungsvorgang keine Drittanbieter-Skripte, -Pixel oder -Netzwerke ein. Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich auf der Infrastruktur von STRYKE beziehungsweise ihrer Unterauftragsverarbeiter gemäß AVV Anlage 3.
3.1.4 IP-Adressen nur als Hash. Beim Aufruf eines Tracking-Links wird die IP-Adresse des Besuchers ausschließlich als SHA-256-Hash mit einem serverseitigen, geheim gehaltenen Salt gespeichert. Die Klartext-IP-Adresse wird weder in Datenbanken noch in Anwendungslogs noch in Fehler-Tracking-Systemen dauerhaft persistiert. Eine Rückrechnung auf die Klartext-IP ist aufgrund des geheimen Salts praktisch nicht möglich.
3.1.5 Grob-regionale Länderzuordnung. Aus der IP-Adresse wird vor dem Hashing ausschließlich ein Ländercode nach ISO 3166 abgeleitet und separat gespeichert. Eine Auflösung auf Stadt-, Regions- oder Koordinatenebene findet nicht statt; ebenso wenig werden Netzbetreiber oder Organisation des Besuchers ermittelt. Für die Zuordnung wird eine lokal auf der Infrastruktur von STRYKE gehaltene Geo-Datenbank verwendet, die in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird; es erfolgt zu keinem Zeitpunkt eine Abfrage externer Geolocation-Dienste, und die IP-Adresse verlässt zu diesem Zweck die Server von STRYKE nicht. Steht die Geo-Datenbank nicht zur Verfügung, wird der Klick ohne Ländercode gespeichert.
3.1.6 Keine Volltext-User-Agents. Der User-Agent-String wird nicht im Volltext gespeichert. Aus dem User-Agent wird lediglich eine abgeleitete Geräteklasse (mobile, desktop, tablet) bestimmt und gespeichert.
3.1.7 Referer nur bei eigenem Bezug. Der Referer-Header wird gespeichert, soweit er Informationen über die Quelle des Klicks enthält; er enthält nach gängiger Browser-Praxis keine personenbezogenen Daten. Der Kunde ist verpflichtet, die Erfassung des Referers in seinen Informationen gegenüber den Besuchern offenzulegen.
3.2 STRYKE wird den Campaign Link Tracker nicht ohne vorherige Zustimmung des Kunden in Textform so anpassen, dass er Cookies setzt, Fingerprinting-Techniken einsetzt, Klartext-IP-Adressen speichert oder Drittanbieter-Tracker einbindet.
3.3 Die tatsächlichen technischen Maßnahmen entsprechen der jeweils aktuellen Fassung der Anlage 2 des AVV.
3.4 Herkunft der Geo-Datenbank. Die für die Länderzuordnung nach § 3.1.5 eingesetzte Datenbank ist „IP to Country Lite" der Eris Networks S.A.S., Perros-Guirec, Frankreich (DB-IP), bereitgestellt unter der Creative-Commons-Namensnennung-Lizenz 4.0 International. Die danach erforderliche Namensnennung erfolgt im STRYKE Hub an der Länder-Auswertung selbst durch einen Verweis auf https://db-ip.com. Der Anbieter der Datenbank erhält zu keinem Zeitpunkt Daten über Besucher von Tracking-Links: STRYKE lädt ausschließlich die Datenbank-Datei und hält sie auf der eigenen Infrastruktur vor; die Zuordnung einer IP-Adresse zu einem Land findet vollständig auf den Servern von STRYKE statt. Der Anbieter der Datenbank ist deshalb kein Unterauftragsverarbeiter im Sinne des AVV.
§ 4 Verantwortlichkeiten und Informationspflichten
4.1 Datenschutzrechtliche Rollen. Im Sinne der DSGVO ist:
- der Kunde Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO für die Verarbeitung personenbezogener Daten, die über den Campaign Link Tracker durchgeführt wird,
- STRYKE Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 4 Nr. 8 DSGVO.
4.2 Rechtsgrundlage für die Verarbeitung. Die Wahl der Rechtsgrundlage (in aller Regel Art. 6 Abs. 1 Buchstabe f DSGVO — berechtigtes Interesse an der Messung der Reichweite und Wirksamkeit einer Kampagne; ausnahmsweise Art. 6 Abs. 1 Buchstabe a DSGVO — Einwilligung, falls der konkrete Einsatz darüber hinausgeht) liegt beim Kunden. STRYKE trifft keine Auswahl der Rechtsgrundlage und prüft nicht, ob die Voraussetzungen der gewählten Rechtsgrundlage im Einzelfall erfüllt sind.
4.3 Informationspflichten des Kunden. Der Kunde ist verpflichtet, die Besucher der Tracking-Links und die Empfänger der Conversion-Webhooks gemäß Art. 13 und Art. 14 DSGVO über die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten zu informieren. Dies geschieht typischerweise durch einen Hinweis in der Datenschutzerklärung derjenigen Webseite, auf die weitergeleitet wird, oder in den Kommunikationsmaterialien, in denen die Tracking-Links verbreitet werden. Empfohlen wird eine kurze Erwähnung, dass Klicks auf Kampagnen-Links zu statistischen Zwecken erfasst werden, ohne dass Cookies gesetzt oder Klartext-IP-Adressen gespeichert werden.
4.4 Keine Einbindung für besondere Datenkategorien. Der Kunde darf den Campaign Link Tracker nicht zur Zuordnung von Besuchern zu besonderen Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 DSGVO (z. B. Gesundheits-, Religions-, Sexualdaten) verwenden, insbesondere nicht durch die Benennung von Kampagnen oder Links, aus der solche Zuordnungen folgen.
4.5 Conversion-Webhook. Der Kunde stellt sicher, dass die an den Conversion-Webhook übermittelten Daten nur insoweit personenbezogene Informationen enthalten, wie dies für die Auswertung der Kampagne erforderlich ist. Die Übermittlung sensibler Daten, Kreditkarten- oder Bankverbindungsdaten über den Webhook ist untersagt. Der Webhook-Endpunkt ist mit einem geheimen Token oder einer Signaturprüfung abzusichern; STRYKE stellt dem Kunden hierfür ein Konfigurations-Interface im Dashboard zur Verfügung.
§ 5 Custom Subdomains (White-Label-Tracking)
5.1 Der Kunde kann für seine Kampagnen eigene Subdomains hinterlegen (z. B. go.kunde-domain.de, klick.agentur.io, track.marke.com), damit Tracking-Links unter einer kundeneigenen Domain ausgeliefert werden. Die Hinterlegung ist optional; ohne eigene Subdomain werden Tracking-Links unter einer STRYKE-Standard-Subdomain ausgeliefert.
5.2 Verifizierung. Vor der Aktivierung einer Custom Subdomain muss der Kunde den Nachweis erbringen, dass er zur Verwendung des Hostnamens berechtigt ist. Der Nachweis erfolgt durch die Hinterlegung eines vom Campaign Link Tracker generierten Verifizierungs-Tokens als TXT-Record unter _stryke-verify.<hostname> in der DNS-Zone der Domain. Der Kunde löst die Prüfung über den entsprechenden Button im Dashboard aus.
5.3 Rechtmäßigkeit. Der Kunde versichert, dass er zur Nutzung der hinterlegten Subdomain gegenüber dem Domaininhaber berechtigt ist. Die Hinterlegung eines Hostnamens, über den der Kunde nicht verfügungsbefugt ist, ist untersagt und berechtigt STRYKE zur sofortigen Deaktivierung und zur Sperrung weiterer Verifizierungsversuche.
5.4 Exklusivität. Ein Hostname kann zu einem Zeitpunkt nur einer Workspace des STRYKE Hub zugeordnet sein. STRYKE wird eine doppelte Zuordnung technisch verhindern.
5.5 Deaktivierung. Der Kunde kann eine Custom Subdomain jederzeit über das Dashboard deaktivieren. Nach Deaktivierung werden bestehende Tracking-Links unter dem Hostnamen nicht mehr weitergeleitet.
5.6 DNS-Einträge und SSL/TLS-Zertifikate. Neben dem Verifizierungs-Token nach § 5.2 muss der Kunde den Hostnamen per DNS auf die Infrastruktur von STRYKE leiten. Den hierfür erforderlichen Eintrag — in der Regel ein CNAME-Record auf das im Dashboard angezeigte Ziel, bei Domains ohne Subdomain (Apex) ein ALIAS-/ANAME- oder A-Record — weist STRYKE dem Kunden im Dashboard aus. Der Kunde ist verpflichtet, diese Einträge während der gesamten Nutzungsdauer der Custom Subdomain korrekt und unverändert zu halten.
5.7 Automatische Zertifikatsausstellung. STRYKE stellt für verifizierte Custom Subdomains automatisiert SSL/TLS-Zertifikate bereit; die Ausstellung und Verlängerung erfolgt über eine kostenfreie Zertifizierungsstelle (derzeit Let’s Encrypt) durch einen Unterauftragnehmer. Auf die Zertifikatsausstellung, deren Dauer und die Aufrechterhaltung der Kostenlosigkeit hat STRYKE keinen Einfluss; Ziffer 2.7.1 der AGB gilt entsprechend. Kann ein Zertifikat wegen einer fehlenden, fehlerhaften oder zwischenzeitlich geänderten DNS-Konfiguration des Kunden nicht ausgestellt oder nicht verlängert werden, weist STRYKE den Status im Dashboard aus und benachrichtigt den Kunden. STRYKE ist in diesem Fall berechtigt, das Routing für diesen Hostnamen bis zur Behebung zu deaktivieren und den Hostnamen von der Zertifikatsverwaltung abzumelden. Wiederholte erfolglose Ausstellungsversuche kann STRYKE aussetzen, um Beschränkungen der Zertifizierungsstelle gegenüber der Infrastruktur von STRYKE zu vermeiden; § 7.3 gilt entsprechend.
§ 6 Viewer-Einladung an externe Personen
6.1 Der Kunde kann externe Personen (z. B. seinen Auftraggeber, den Kampagneninhaber oder einen Mitarbeiter desselben) zu einer Kampagne einladen. Die eingeladene Person erhält die Rolle Viewer und damit einen reinen Lesezugriff auf die Statistiken und Links genau dieser Kampagne.
6.2 Die eingeladene Person wird regulärer Nutzer des STRYKE Hub und muss sich registrieren oder einloggen, um auf die Kampagne zuzugreifen. Es gibt keine anonymen Viewer-Zugänge, keine „Magic Links" und kein Zugriff ohne Registrierung.
6.3 Einwilligung. Der Kunde stellt sicher, dass die eingeladene Person mit der Einladung einverstanden ist, insbesondere mit der Übermittlung ihrer E-Mail-Adresse an STRYKE für Zwecke der Kontoeinrichtung und Benachrichtigung. Der Kunde holt die entsprechende Einwilligung vor der Einladung ein, soweit dies nach den datenschutzrechtlichen Vorschriften erforderlich ist.
6.4 Ressourcen-Scope. Die Viewer-Rolle gilt ausschließlich für die konkrete Kampagne, zu der die Einladung ausgesprochen wurde. Ein Viewer erhält keinen Zugriff auf andere Kampagnen des Kunden, keine Administrationsrechte, keinen Zugriff auf Credentials, Hosting-Konten, Rechnungen oder auf andere Ressourcen des Kunden im STRYKE Hub.
6.5 Entzug. Der Kunde kann die Viewer-Rolle jederzeit über das Dashboard entziehen. Der Entzug wirkt sofort; der Zugriff auf die Kampagne wird beim nächsten Seitenaufruf abgelehnt.
6.6 Protokollierung. Jede Einladung, Rollenänderung und jeder Entzug einer Viewer-Rolle wird in der Permission-History protokolliert. Der Kunde kann die Historie über das Dashboard einsehen.
§ 7 Zulässige Nutzung, Rate-Limits, Missbrauchsregeln
7.1 Der Campaign Link Tracker darf nur für legitime Marketing-, Vertriebs- und Kommunikationszwecke des Kunden und seiner Auftraggeber eingesetzt werden.
7.2 Untersagt sind insbesondere:
- das Anlegen von Kampagnen oder Links, deren Zieladressen auf rechtswidrige Inhalte, Schadsoftware, Phishing-Seiten oder Seiten mit betrügerischer Absicht verweisen,
- die Nutzung des Trackers zur Weiterleitung auf Inhalte, die gegen die AGB Ziffer 4.10 (FSK-18-Inhalte auf Shared Servern) verstoßen, soweit diese Inhalte durch STRYKE gehostet werden,
- die automatisierte Erzeugung großer Mengen von Tracking-Links ohne erkennbaren Kampagnenbezug,
- die Nutzung der Klick- und Conversion-Endpunkte für Zwecke außerhalb des vorgesehenen Gebrauchs, insbesondere zum Aufbau von Load-Tests gegen Dritte, zur Verschleierung von Angriffsverkehr oder zur Umgehung von URL-Blocklisten,
- die Nutzung des Webhooks, um Daten an Drittsysteme weiterzuleiten, für deren Empfang keine datenschutzrechtliche Grundlage besteht.
7.3 Rate-Limits. STRYKE wendet zum Schutz vor Missbrauch und zur Sicherung der Verfügbarkeit Rate-Limits auf die öffentlichen Endpunkte des Campaign Link Trackers an (Klick-Weiterleitung, Conversion-Webhook, Verifizierung von Custom Subdomains). Die konkreten Grenzwerte werden von STRYKE nach billigem Ermessen festgelegt und können angepasst werden; STRYKE wird den Kunden über wesentliche Änderungen in Textform informieren.
7.4 Sicherheitsüberprüfung von Ziel-URLs. STRYKE ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die vom Kunden hinterlegten Zieladressen (Destination-URLs) durch automatisierte Sicherheitssysteme sowie durch Abgleich mit einschlägigen Sperrlisten auf Phishing, Schadsoftware, Botnetz-Bezug oder sonstige rechtswidrige Ziele zu überprüfen. Tracking-Links, deren Zieladresse auf ein solches Ziel verweist, kann STRYKE ohne Vorankündigung sperren; der Kunde wird nachträglich unterrichtet. Eine Verpflichtung von STRYKE zur Überwachung der Zieladressen oder zur aktiven Suche nach rechtswidrigen Zielen besteht nicht; Ziffer 6.1.4 der AGB bleibt unberührt. Die Verantwortung für die Rechtmäßigkeit der Zieladresse trägt nach § 7.2 allein der Kunde.
7.5 Maßnahmen bei Missbrauch. Bei Verstößen gegen diese Nutzungsbedingungen oder bei begründetem Verdacht eines Missbrauchs kann STRYKE Kampagnen oder einzelne Tracking-Links mit sofortiger Wirkung deaktivieren. STRYKE informiert den Kunden über die Maßnahme und deren Grund. Die allgemeinen Regeln aus Ziffer 6.3 der AGB (Meldung, Anhörung, Rechtsbehelf) gelten entsprechend.
§ 8 Speicher- und Aufbewahrungsfristen
8.1 Kampagnen, Tracking-Links, Klick- und Conversion-Datensätze werden gespeichert, solange die Kampagne durch den Kunden aktiv gehalten wird.
8.2 Löscht der Kunde eine Kampagne oder einen einzelnen Link, werden die zugehörigen Klick- und Conversion-Datensätze im Produktivsystem mit Ausführung der Löschung entfernt. Aggregierte Statistiken werden in demselben Schritt gelöscht, soweit sie nicht nach Ziffer 9.2 anonym weitergeführt werden.
8.3 Datensicherungen. Soweit gelöschte Datensätze zum Zeitpunkt der Löschung bereits in automatisierten Datensicherungen (Backups) der Plattform enthalten sind, bleiben sie dort bis zum Ablauf des jeweiligen Sicherungszyklus enthalten, längstens jedoch 30 Tage ab dem Zeitpunkt der Löschung, und werden spätestens mit Ablauf dieser Frist endgültig vernichtet. Bis dahin sind sie dem laufenden Betrieb entzogen; ein Zugriff erfolgt ausschließlich im Rahmen einer Wiederherstellung nach einem Störfall. Eine gezielte Löschung einzelner Datensätze aus bestehenden Datensicherungen ist technisch nicht möglich. Die Maßnahmen zur Wiederherstellbarkeit ergeben sich aus Anlage 2 des AVV.
8.4 Bei Beendigung des Hauptvertrags werden alle Kampagnen, Links und zugehörigen Datensätze des Kunden gelöscht (vgl. § 9 AVV). § 8.3 gilt entsprechend.
§ 9 Aggregierte, anonyme Statistiken durch STRYKE
9.1 STRYKE ist berechtigt, aus den Daten des Campaign Link Trackers vollständig anonyme aggregierte Nutzungsstatistiken zu bilden, die sich nicht auf einen einzelnen Kunden, eine einzelne Kampagne, einen einzelnen Link oder einen einzelnen Besucher zurückführen lassen. Solche Statistiken dienen ausschließlich der Weiterentwicklung und Qualitätssicherung des Produkts und der internen Kapazitätsplanung.
9.2 Die Bildung anonymer Aggregate setzt voraus, dass eine Re-Identifizierung einzelner Kunden oder Betroffener weder durch STRYKE noch durch Dritte mit angemessenem Aufwand möglich ist. STRYKE prüft vor jeder Veröffentlichung solcher Aggregate das Risiko einer Re-Identifizierung.
9.3 Eine Nutzung personenbezogener oder kundenspezifischer Daten für eigene Zwecke von STRYKE (z. B. eigenes Marketing, Werbung, Profilbildung) findet nicht statt.
§ 10 Verfügbarkeit
10.1 Für die Verfügbarkeit des Campaign Link Trackers gilt Ziffer 7.1 der AGB: mittlere Zugänglichkeit von 99,0 % im Jahresmittel, ausgenommen Wartungsfenster und Fälle höherer Gewalt.
10.2 Wartungsarbeiten am Campaign Link Tracker, die zu einer Einschränkung der Erreichbarkeit der Tracking-Links führen, werden nach Möglichkeit in nutzungsarmen Zeiten durchgeführt. Bei planbaren Wartungsarbeiten, die voraussichtlich länger als 15 Minuten dauern, informiert STRYKE den Kunden im Voraus in Textform oder durch einen Hinweis im Dashboard.
§ 11 Haftung
Für die Haftung gelten die Regelungen der AGB, insbesondere Ziffer 13. Im Verhältnis zwischen dem Kunden und STRYKE haftet STRYKE insbesondere nicht für:
- Schäden, die darauf zurückgehen, dass der Kunde seine Informationspflichten aus § 4.3 nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erfüllt,
- Schäden, die aus einer Nutzung des Campaign Link Trackers außerhalb der in diesen Nutzungsbedingungen beschriebenen Zwecke entstehen,
- entgangenen Gewinn oder ausgebliebene Kampagnenwirkung durch vorübergehende Nichterreichbarkeit einzelner Tracking-Links.
Ziffer 13.1 und 13.2 der AGB (Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit, Verletzung wesentlicher Pflichten) bleiben unberührt.
§ 12 Schlussbestimmungen
12.1 Änderungen. STRYKE kann diese Nutzungsbedingungen nach Maßgabe von Ziffer 1.7 und 1.8 der AGB ändern. Die dort geregelten Fristen und Informationspflichten gelten entsprechend.
12.2 Beendigung der Nutzung. Der Kunde kann die Nutzung des Campaign Link Trackers jederzeit deaktivieren, ohne den Hauptvertrag im Übrigen zu beenden. Die Deaktivierung führt zur Löschung aller Kampagnen, Links und zugehörigen Datensätze nach § 8.4.
12.3 Status der Tracking-Links nach Beendigung. Mit Wirksamwerden der Deaktivierung nach § 12.2, der Löschung einer Kampagne oder eines Links nach § 8.2 sowie mit Beendigung des Hauptvertrags stellt STRYKE die Weiterleitung über die betroffenen Tracking-Links ein. Aufrufe dieser Links werden ab diesem Zeitpunkt mit einem entsprechenden Fehler-Statuscode (HTTP 404 oder HTTP 410) beantwortet; bei einer Custom Subdomain nach § 5 entfällt zusätzlich die Erreichbarkeit des Hostnamens über die Infrastruktur von STRYKE. Ein Anspruch auf Aufrechterhaltung von Weiterleitungen, auf eine Ersatz-Weiterleitung oder auf einen Hinweis gegenüber den Aufrufenden besteht nach diesem Zeitpunkt nicht. Dem Kunden ist bekannt, dass bereits verbreitete Tracking-Links (z. B. in gedruckten Materialien, QR-Codes, Veröffentlichungen Dritter oder Archiven) dadurch ins Leere laufen; er hat dies bei der Planung der Beendigung zu berücksichtigen.
12.4 Geltung der AGB und des AVV. Soweit in diesen Nutzungsbedingungen nichts anderes geregelt ist, gelten die AGB der STRYKE Marketing UG (haftungsbeschränkt) sowie der zwischen den Parteien abgeschlossene AVV.
— Ende der Nutzungsbedingungen —

